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Besuch der Landesvereinigung für Nordseekrabben und Küstenfischer

iCalendar-Icon Fr 11.09.2009

Ort: Büsum

Reimer Böge besuchte heute in Büsum die Landesvereinigung für Nordseekrabben und Küstenfischer, um vor Ort praxisnah auf einem Kutter vor allem ihre Forderungen bezüglich der geplanten Novelle der EU-Fischereikontrollverordnung zu diskutieren und für die parlamentarische Arbeit aufzunehmen. Die Verordnung soll ab dem 1. Januar 2010 gelten. Reimer Böge sagte den Fischern seine Unterstützung zu. „Ich sehe gute Chancen, verbesserte und praxisgerechtere Vorschläge insbesondere für die Kutter- und Krabbenfischer durchzusetzen, als im Kommissionsvorschlag vorgesehen ist“.

Medien-Information vom 11.09.2009

„Wir brauchen die Fischerei an unserer Nord- als auch Ostseeküste - sie ist Teil der schleswig-holsteinischen Identität und das muss so bleiben“

Der schleswig-holsteinische CDU-Europaabgeordnete Reimer Böge besuchte heute in Büsum die Landesvereinigung für Nordseekrabben und Küstenfischer, um vor Ort praxisnah auf einem Kutter vor allem ihre Forderungen bezüglich der geplanten Novelle der EU-Kontrollverordnung (Verordnung über die Durchführung einer Gemeinschaftsregelung zur Überwachung der Einhaltung der Vorschriften der Gemeinsamen Fischereipolitik) zu diskutieren und für die parlamentarische Arbeit aufzunehmen. Die Verordnung soll ab 1. Januar 2010 gelten.

„Wir brauchen die Fischerei an unserer Nord- als auch Ostseeküste - sie ist Teil der schleswig-holsteinischen Identität und das muss auch so bleiben“, forderte Reimer Böge eindringlich. Er unterstrich dabei weiter, dass die Unternehmen der Küstenfischerei einschließlich die der Kleinen Küstenfischerei in zahlreichen kleinen und größeren Häfen an der Nord- und Ostseeküste beheimatet und damit gleichzeitig auch ein wichtiger Bestandteil der regionalen Tourismuswirtschaft seien.

Vor diesem Hintergrund nehme er die Ängste und Sorgen der Fischer mit Blick auf den Kommissionsvorschlag zur Novelle der EU-Kontrollverordnung sehr ernst und habe den Fischern seine Hilfe und Unterstützung zugesagt. Dabei betonte Reimer Böge auch, dass der Kommissionsvorschlag sicher grundsätzlich zu begrüßen sei. Denn nicht zuletzt zeigten der Bericht des Europäischen Rechnungshofes und die alarmierenden Zahlen über das Ausmaß der illegalen Fischerei, dass es hier dringenden Handlungsbedarf gebe. Aus seiner Sicht seien allerdings vor allem die Bestimmungen zu den Kontrollinstrumenten mit Blick auf die Kosteneffizienz und einen angemessenen Verwaltungsaufwand nach wie vor zu weitreichend. Für ihn sollten im Sinne einer risikobasierten effizienten Kontrolle die Gegebenheiten der küstennahen Fischerei stärker berücksichtigt und eine Reihe technischer Vorschriften auf ihre Verhältnismäßigkeit überprüft werden. Auch bekräftigte Reimer Böge seine Auffassung, wonach der Anwendungsbereich des Kommissionsvorschlags sich nur auf die Meeresfischerei erstrecken sollte. Er forderte: „Die Süßwasser-Aquakultur und die Binnenfischerei müssen von der Neuregelung ausgenommen bleiben“.

Reimer Böge machte den Vertretern der Landesvereinigung Mut und Hoffnung, dass in dieser schwierigen Diskussion noch nicht das letzte Wort gesprochen sei. „Viele Gespräche, die ich in Brüssel zu diesem Thema geführt habe, bestärken mich in dieser Annahme. Ich sehe gute Chancen, verbesserte und praxisgerechtere Vorschläge insbesondere für die Kutter- und Krabbenfischer durchzusetzen, als im Kommissionsvorschlag vorgesehen ist“, machte der Europaabgeordnete deutlich. In diesem Zusammenhang begrüßte er auch ausdrücklich die von Fischereiminister Dr. von Boetticher aufgestellten 14 Forderungen zur Kontrollverordnung.

Abschließend wies Reimer Böge darauf hin, dass die EU-Kommission nach Konsultation mit der Öffentlichkeit und den Beteiligten im Laufe des Jahres 2010 Vorschläge zur Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik vorlegen werde. Böge appellierte an die Fischer, sich rechtzeitig in diese öffentliche Konsultation einzubringen. Er sagte ihnen zu, sich auch hier intensiv für ihre Belange einzusetzen.