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Mitgliederversammlung Genossenschaftsverband e.V. — Beratung und Betreuung Milchwirtschaft

iCalendar-Icon Do 23.02.2017 15:00

Ort: Genossenschaftsakademie Rendsburg, Rendsburg

Anlässlich der Vortrags- und Aussprachetage für ehrenamtliche Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder und Beiräte von Meierei-, Molkerei- und Milchliefergenossenschaften ging Reimer Böge in seinem Vortrag mit Blick auf die Landwirtschaft auch auf das Freihandelsabkommen CETA ein.
Reimer Böge: „Das Europäische Parlament hatte in seiner CETA-Entschließung von Juni 2011 die Wichtigkeit des Kapitels Landwirtschaft für beide Partner betont und die Kommission auch mit Nachdruck aufgefordert, ein Abkommen auszuhandeln, das der Landwirtschaft auf beiden Seiten einen größeren, aber fairen Wettbewerb zwischen der EU und Kanada im Bereich der landwirtschaftlichen Erzeugnisse gewährleistet. In der Analyse bleibt festzuhalten, dass das CETA-Abkommen für die Landwirtschaft sehr ausgewogen ist. Heikle Bereiche der Landwirtschaft wurden entweder von der Liberalisierung ausgenommen, oder es wurden Quoten ausgehandelt. Darüber hinaus hat CETA keine Auswirkungen auf die Rechtsvorschriften der EU und somit auf den Verbraucherschutz in der EU. Geflügel, Eier und Käse hat Kanada zu sensiblen Produkten erklärt. Bei Käse gewährt Kanada ein zollfreies Importkontingent von 18.500 Tonnen statt bisher 800 Tonnen. Das entspricht einem rechnerischen Anteil an der kanadischen Milchproduktion von 2,2 % und an der EU-Milchproduktion von 0,1 %. Bei Milcheiweißpulver gibt es dagegen eine unbeschränkte Markterhöhung. Sicherlich bringt CETA keinen Ersatz für die Einbußen im Russlandgeschäft, aber es ist eine Grundlage, Marktchancen zu nutzen.“