Termine

Beachten Sie auch die aktuellen Meldungen und Pressemitteilungen sowie die Berichterstattung/Bilder von Terminen vor Ort.

CDU FördeForum: TTIP - Transatlantisches Freihandelsabkommen - Jahrhundertchance oder Bedrohung?

iCalendar-Icon Do 07.05.2015 18:00

Ort: Landeshaus, Schleswig-Holstein-Saal, Düsternbrooker Weg 70, 24105 Kiel

Heute Abend fand im Kieler Landeshaus das FördeForum der CDU-Landtagsfraktion unter dem Titel "TTIP – Transatlantisches Freihandelsabkommen – Jahrhundertchance oder Bedrohung" statt. Auf dem Podium der Fachdiskussion mit rund 90 Teilnehmern nahmen neben Reimer Böge auch Daniel Caspary, Sprecher der EVP-Fraktion im Außenhandelsausschuss des Europäischen Parlaments, Werner Koopmann von der IHK Schleswig-Holstein, der 1. Vizepräsidenten des Landesbauernverbandes Peter Lüschow (in Vertretung für den Präsidenten Werner Schwarz) sowie Bernd Krieger, Leiter des Zentrums Europäischen Verbraucherschutz e.V. Deutschland teil. Im Zentrum des Gesprächs standen der aktuelle Verhandlungsstand und die verschiedenen Facetten des transatlantischen Freihandelsabkommen der EU mit den USA sowie dessen Auswirkungen auf die Wirtschaft und Verbraucher in Schleswig-Holstein.

Das Einfuhrvolumen von Waren aus den USA nach Schleswig-Holstein belief sich 2014 auf 1,01 Mrd. EUR. Damit waren die USA das zweitwichtigste außereuropäische und das insgesamt sechstwichtigste Herkunftsland. Mit Ausfuhren im Wert von 1,34 Mrd. EUR waren die USA 2014 sogar der wichtigste außereuropäische und nach Dänemark und den Niederlanden der drittwichtigste Absatzmarkt für schleswig-holsteinische Waren. Maschinen bilden mit einem Drittel der Ausfuhren die wichtigste Warengruppe innerhalb der Exporte. In diesem Bereich bestehen derzeit allerdings die größten regulatorischen Unterschiede, sodass die Ausfuhr für die Unternehmen mit hohen Zusatzkosten verbunden ist, die auf bis zu 20 % des Warenwerts beziffert werden. Viele Unternehmen sehen deshalb sogar vom Eintritt in den US-Markt ab. Das TTIP-Abkommen und der damit angestrebte Abbau unnötiger Handelshemmnisse in Verbindung mit der weitgehenden Abschaffung bestehender Zölle weist daher auch für schleswig-holsteinische Unternehmen erhebliches Potential für Kostenersparnisse sowie zusätzliche Exportanreize auf.

Dennoch ist das Abkommen, das seit 2013 von der EU-Kommission verhandelt wird, in der Öffentlichkeit umstritten. Kritiker befürchten eine Absenkung von Verbraucher-, Umwelt- und Gesundheitsschutzstandards sowie die Aushöhlung der Gesetzgebungsrechte der Parlamente durch Schiedsgerichte und Regulierungsgremien. Zudem wird häufig die mangelnde Transparenz der Verhandlungen bemängelt. Alle diese Kritikpunkte lassen sich bei genauerer Betrachtung allerdings entkräften. Zu dieser Aufklärung leistete die heutige Veranstaltung in Kiel einen wichtigen Beitrag.

Weitere Infos zu TTIP finden Sie auf der TTIP-Informationsseite