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Europadiskussion am Gymnasium Brunsbüttel

iCalendar-Icon Fr 24.04.2015

Ort: Gymnasium Brunsbüttel, Brunsbüttel

Bei einer Europadiskussion mit Schülerinnen und Schülern des 11. Jahrganges im Gymnasium Brunsbüttel berichtete Reimer Böge auch darüber, dass nach den jüngsten von Eurostat vorgelegten Bildungsindikatoren für das Jahr 2014 die EU den Bildungszielen ihrer Strategie Europa 2020 näher kommt.
Zu Beginn Beginn des Schülergespräches wird Reimer Böge vom Schulleiter Hans-Walter Thee begrüßt.

„Es brechen immer weniger junge Menschen in Europa die Schule ab und immer mehr beenden ihre Ausbildung mit einem Hochschulzeugnis. Die Quote der frühzeitigen Schulabgänger in der EU hat stetig abgenommen, von 17,0 % im Jahr 2002 auf 11,1 % im Jahr 2014. Die Zahlen zeigen, dass die EU auf einem guten Weg ist, ihre bis 2020 gesetzten Bildungsziele zu erreichen. Bis dahin soll die Zahl der Schulabbrecher EU-weit auf unter 10% gesenkt werden. Fünfzehn EU Staaten, darunter auch Deutschland (9,5 %), haben dieses Ziel schon erreicht. Schlusslicht in Europa ist zurzeit Spanien. Hier bricht fast jeder vierte Schüler die Schule ab.

Ebenfalls angenähert haben sich die EU-Mitgliedstaaten dem Ziel, die Zahl der Hochschulabsolventen auf 40 % bis 2020 zu steigern. 2014 hatten fast 38 % der 30-bis 34-Jährigen einen so genannten tertiären Bildungsabschluss. Den höchsten Anteil verzeichnet Litauen, wo mehr als jeder Zweite einen Hochschulabschluss besitzt. Italien hat mit rund 23,9 % die niedrigste Quote. Auch Deutschland hinkt dem EU-Ziel noch hinterher mit einem Anteil von 31,4 %.

Unbeschadet der Erfolge im Ausbildungsbereich sieht sich die EU weiterhin mit einer hohen Jugendarbeitslosigkeit von durchschnittlich 21,9 % konfrontiert. Die 2013 aufgelegte und mit 6 Mrd. EUR für 2015/6 ausgestattete Jugendbeschäftigungsinitiative für Regionen mit einer Jugendarbeitslosigkeit von über 25 % verfolgt die richtigen Ziele. Aufgrund der schlechten Haushaltslage der am stärksten von Jugendarbeitslosigkeit betroffenen Mitgliedstaaten sind bislang jedoch kaum europäische Mittel abgeflossen. Um der Initiative neuen Schwung zu verleihen und möglichst bald sichtbare Erfolge zu verzeichnen wurde deshalb kürzlich die Vorfinanzierungsrate von 1,5 % auf 30 % erhöht."