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Meldung 319 von 407

Mi 29.01.2003

Volquartz und Böge begrüßen neue Europäische Initiative für den Schiffbau

Wie die stellv. CDU-Landesvorsitzenden Angelika Volquartz, MdB, und Reimer Böge, MdEP, heute mitteilten, fand am gestrigen Dienstag in Brüssel die erste Sitzung einer hochrangigen Europäischen Beratergruppe für den Schiffbau statt. Diese von EU-Kommissar Erkki Liikanen eingesetzte Beratergruppe habe den Auftrag, die von der Europäischen Schiffbauindustrie ins Leben gerufene Initiative LeaderSHIP 2015 zu unterstützen. Ziel sei es, Antworten auf die größten Herausforderungen der Europäischen Schiffbauindustrie zu geben und Perspektiven zur mittel- und langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit Europäischer Werften aufzuzeigen.

Wie die Abgeordneten weiter mitteilten, werde sich die Beratergruppe bei ihrer Arbeit an fünf Zielen orientieren, die sich die Schiffbauindustrie in der EU gesetzt habe:

  • Ausbau der Führungsposition in ausgewählten Marktsegmenten
  • Kontinuierliche Förderung und Schutz der Innovation
  • Stärkere Kundenausrichtung
  • Strukturverbesserungen innerhalb des Wirtschaftszweiges und Umsetzung eines netzgestützten Operationsmodells
  • Produktionsoptimierung und Umschwenken zu einer wissensbasierten Produktion

Wir begrüßen diesen Schritt der EU-Kommission ausdrücklich. Denn auch die wirtschaftliche Lage der schleswig-holsteinischen Werften ist äußerst dramatisch. Es muß jetzt schnell und zielgerecht gehandelt werden. Dabei müssen sich auch Berlin und Kiel ihrer Verantwortung stellen, erklärten die Oberbürgermeisterkandidatin für Kiel, Angelika Volquartz, und der Vizepräsident des Haushaltsausschusses im Europäischen Parlament, Reimer Böge.

Besonders scharf kritisierten beide Abgeordneten einhellig die Androhung von EU-Wettbewerbskommissar Monti, ein formelles Prüfungsverfahren gegen die staatliche Garantien bei der Finanzierung des deutschen Schiffbaus einzuleiten. Dieses Vorhaben sei in der Sache völlig überzogen und absolut nicht zielführend. Im Gegensatz zu seinem Kommissarkollegen Erkki Liikanen habe Monti den Ernst der Werftensituation wohl noch nicht erkannt. In den letzten Jahren habe die Prüfung der Dumpingpraktiken in Südkorea durch die EU-Kommission viel zu lange gedauert. Damit seien unnötig Arbeitsplätze und Wettbewerbsfähigkeit aufs Spiel gesetzt worden, resümierten die Abgeordneten.