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Meldung 328 von 411

Fr 05.07.2002

Hormonaffäre erfordert konsequentere Maßnahmen

Der schleswig-holsteinische CDU Europaabgeordnete Reimer Böge hat vor dem Hintergrund der aktuellen Hormonaffäre, bei der mit dem verbotenen Hormon Medroxy-Progesteron-Azetat belastete Schlachtschweine und belastetes Tierfutter aus den Niederlanden nach Deutschland eingeführt wurden, die EU-Kommission und den Ministerrat aufgefordert, konsequentere Maßnahmen zu ergreifen, um dem illegalen Verhalten ein Ende zu setzen.

Eine moderne, leistungsfähige, dem Verbraucher- und Tierschutz verpflichtete Tierhaltung benötigt auch in Zukunft zugelassene, streng bewertete und kontrollierte Medikamente zur Prophylaxe und zur Behandlung erkrankter Tiere. Die Maßnahmen zur Arzneimitteldokumentation durch die Tierärzte und Tierhalter sind richtig, greifen aber offenkundig viel zu spät. Solange nicht auf der Schnittstelle zwischen der Herstellung und dem Vertrieb entsprechende Kontrollen und Lizenzverfahren stattfinden, solange werden wir Probleme bei der Herstellung und Verwendung synthetischer Drogen, der Leistungsförderer beim Menschen und illegalem Verhalten in der Tierhaltung haben. Die Ausbreitung von Sümpfen muß beim Entstehen bekämpft werden, sonst watet man nur noch im Sumpf herum, erklärte der Europaabgeordnete dazu.

Reimer Böge kündigte eine parlamentarische Anfrage an die EU-Kommission an, um die offenen Fragen der Lebensmittelsicherheit zum Schutz der Verbraucher und zum Schutz der sich ordnungsgemäß verhaltenden Tierärzte und Landwirte zu klären.