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Meldung 349 von 424

Di 22.01.2002

Die Wende der Agrar-Wende begann heute in Brüssel und wird am 22. September in Berlin fortgesetzt werden".

Dies erklärte der schleswig-holsteinische CDU-Europaabgeordnete und Vorsitzende des Bundesfachausschusses Agrarpolitik der CDU Deutschlands, Reimer Böge, nach der Wahl seines französischen Fraktionskollegen Joseph Daul zum neuen Vorsitzenden des Agrarausschusses im Europäischen Parlament.

Reimer Böge und Joseph Daul

Er wolle dem bisherigen Vorsitzenden und Grünen-Kollegen Graefe zu Baringdorf eine gute Amtsführung bescheinigen. Es habe Trennendes aber auch Gemeinsames gegeben. Die Dominanz grüner Politik und die unerträglichen Angriffe auf die berufliche Integrität der Landwirte durch Bundesministerin Künast habe das notwendige Miteinander der unterschiedlichen Formen der Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion nachhaltig beschädigt. Die europäischen und deutschen Christdemokraten würden weiter alles daran setzen, vorsorgenden Verbraucherschutz, ausgehend von den BSE-Untersuchungsarbeiten und den gemeinsamen Positionen im Europäischen Parlament, z.B. vom Februar 1997, in allen Mitgliedstaaten voranzutreiben und zu festigen.

Das Erringen von Qualitätsführerschaft und die Zertifizierung von Betrieben sei in Zukunft unabdingbar, um sich auf allen Märkten zu behaupten. Ohne Kostenführerschaft und internationale Wettbewerbsfähigkeit würde aber die deutsche Landwirtschaft in einen ökonomischen Irrweg dirigiert werden. Die konsequente Weiterentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik unter Beachtung der Osterweiterung und der WTO-Runde werde der Land- und Ernährungswirtschaft bereits viel abfordern.

Böge forderte Bund und Länder auf, endlich die Konsequenzen aus dem Wettbewerbsbericht der Bund-Länder-Agrarministerkonferenz zu ziehen, die Landwirtschaft auf ihrem schwierigen Weg positiv zu begleiten und Stolpersteine aus dem Weg zu räumen. Eine verläßliche Perspektive für die Zeit nach 2006 müsse nun entwickelt werden, um der Unsicherheit und Investitionszurückhaltung zu begegnen.