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Do 30.08.2001

Böge fordert in Budapest neue Strategie bei der MKS-Bekämpfung

Anläßlich der 52. Jahrestagung der Europäischen Vereinigung für Tierproduktion in Budapest, an der Wissenschaftler und Tierzüchter aus 49 Ländern teilnahmen, hat der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tierzüchter (ADT), Reimer Böge (MdEP), dazu aufgerufen, so schnell wie möglich die Strategien der Tierseuchenbekämpfung, insbesondere bei der Maul- und Klauenseuche, zu überarbeiten. Es bestehe die Gefahr, daß es in der kühlen Jahreszeit zu weiteren Ausbrüchen und dramatischen Entwicklungen komme. Es sei unverantwortlich, noch mehr Zeit zu verlieren.

Wie Böge weiter ausführte, habe der Wissenschaftliche Ausschuß für Tierschutz und Tiergesundheit der Europäischen Union (EU) dazu bereits im März 1999 konkrete Vorschläge unterbreitet. Fachkommissionen der OIE (Internationales Tierseuchenamt) in Paris hätten im April 2001 insbesondere die Verwendung eines Markerimpfstoffes, die Bereitstellung von Testverfahren zur Unterscheidung zwischen geimpften und infizierten Tieren sowie eine Änderung der internationalen Handelsbeschränkungen als vorrangig zu beschließende Maßnahmen erörtert. "Es ist nicht länger hinnehmbar, daß auf der Grundlage fragwürdiger Kosten-Nutzen-Rechnungen immer wieder wertvolle Tierbestände vernichtet werden. Diese überholte Politik bringt letztlich Tierhaltung und Tierzucht immer wieder in Mißkredit", so der ADT-Präsident.

Als ständiger Berichterstatter des Haushaltsausschusses des Europäischen Parlaments für die Erweiterung konnte Reimer Böge in Budapest auf Einladung des ungarischen Ministers für Landwirtschaft und Landesentwicklung, Dr. Andràs Vonza, mit dem Minister und Mitgliedern der Verhandlungsdelegation den aktuellen Stand der Beitrittsverhandlungen erörtern. Böge äußerte die Überzeugung, daß es gelingen werde, die Verhandlungen mit Ungarn zügig voranzubringen und daß die Ungarn bereits an der kommenden Europawahl im Jahre 2004 teilnehmen könnten.