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Meldung 345 von 414

Do 05.04.2001

Zwischenerfolg bei Abstimmung zu MKS im Europäischen Parlament

Als einen ersten Schritt vorwärts in Richtung auf eine sinnvollere Politik zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche bezeichnete der schleswig-holsteinische CDU-Europaabgeordnete Reimer Böge die Annahme einer Entschließung, die gemeinsam von mehreren Fraktionen im Europäischen Parlament (EP) eingebracht worden war.

Wie Böge nach der Abstimmung in Straßburg mitteilte, wird die Kommission aufgefordert, ihre grundlegende Politik der Nichtimpfung zu überdenken und mögliche Alternativen vorzuschlagen, die weltweit akzeptiert werden können und den freien Handel mit Tiererzeugnissen erlauben.

Als weitere dringende Forderungen an Kommission und Rat nannte der CDU-Agrarexperte:

  • Genehmigung - auf Antrag eines Mitgliedstaates - von Notschutzimpfungen (Ringimpfungen) in einer bestimmten Region mit einem MKS-Ausbruch;
  • Genehmigung von Notimpfungen in MKS-freien Regionen als "Puffer" gegenüber Regionen oder Mitgliedstaaten mit nachgewiesenen Fällen;
  • Genehmigung von Notimpfungen für wertvolle Tiere und seltene Zuchttiere sowie für Tiere in Zoos.

Neben dem aktuellen Katastrophenmanagement und der Möglichkeit, in gefährdeten Regionen schützende Notimpfungen zu erlauben, um Schlimmeres zu vermeiden, geht es laut Böge nun darum, so schnell wie möglich Alternativen der Seuchenbekämpfung auf den Weg zu bringen und diese sowohl in der Europäischen Union als auch international durchzusetzen. Die Ächtung von Notimpfungen müsse ein Ende haben.

"Es bleibt im übrigen weiterhin notwendig, die Grundsätze des Tierschutzes, des Eigentums und der Verhältnismäßigkeit der Mittel im Hinblick auf die Herdenvernichtungsstrategie und mögliche Alternativen rechtlich klären zu lassen", so Böge abschließend.