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Do 02.05.2019

Reimer Böge: „Aus FFH wird Frust, Flop und Heuchelei“

Anlässlich der aktuellen Situation um den Wolf in Schleswig-Holstein, seiner Bestandsentwicklung und den fortlaufenden Diskussionen zwischen Weidetierhaltern und Natur- und Artenschützern, wie sie auch wieder bei der Podiumsdiskussion in der Fritz-Tiedemann-Halle in Elmshorn am 30. April offen zu Tage getreten sind, stellt der schleswig-holsteinische CDU-Europaabgeordnete Reimer Böge klar: „Mittlerweile steht FFH nicht mehr für Flora Fauna Habitat, sondern für Frust, Flop und Heuchelei. Die Lage beim Wolf ist derzeit so, dass sich große Teile der ländlichen Bevölkerung zunehmend allein gelassen fühlen.

  1. Wir befinden uns auch in unserem Bundesland in einem groß angelegten Wolfs-Feldversuch und es stellt sich heraus, dass durch Schutzmaßnahmen wie Zäune Kosten in Höhe von rund 165 Millionen Euro anfallen werden.
  2. Der zunehmende Bedarf an funktionsfähigen Schutzzäunen wird zur Folge haben, dass vielen anderen Tierarten diese umzäunten Wiesen und Weiden nicht mehr zur Verfügung stehen. Dies kann eine erhebliche Beeinträchtigung der Erhaltungsziele betroffener FFH-Gebiete bedeuten.
  3. Die FFH-Vorgaben (Artikel 16 Abs.1e) wurden im deutschen Bundesnaturschutzgesetz (Artikel 44) nicht 1:1 umgesetzt, besonders was die Ausnahmen vom strengen Schutzstatus betrifft.“ FFH, Artikel 16 Abs.1e: um unter strenger Kontrolle, selektiv und in beschränktem Ausmaß die Entnahme oder Haltung einer begrenzten und von den zuständigen einzelstaatlichen Behörden spezifizierten Anzahl von Exemplaren bestimmter Tier- und Pflanzenarten des Anhangs IV zu erlauben.

Wie der Europaabgeordnete weiter betonte, sollten Bundesumweltministerin Schulze und Grüne Parteivertreter wie Frau Fritzen endlich zur Kenntnis nehmen, dass auf der Grundlage von Artikel 16 FFH nationale Wolfsmanagementpläne möglich sind. “Machen Sie endlich Schluss mit dem ständigen Verweis auf Brüssel und der Flucht vor der eigenen politischen Verantwortung”, forderte Böge abschließend.