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Meldung 5 von 422

Do 25.10.2018

Reimer Böge zur Zukunft von INTERREG: „Bewährte Strukturen verteidigen!“

Angesichts der medialen Berichterstattung in Schleswig-Holstein zu den Kommissionsvorschlägen zu INTERREG, fasste der schleswig-holsteinische Europaabgeordnete Reimer Böge heute in Straßburg seine Kernforderungen zusammen: „Im Zuge eines Workshops (Europawerkstatt) in Sankelmark mit verantwortlichen Programmplanern aus Ministerien und Verwaltung sowie Wirtschaftsförderern haben wir letzte Woche die Vorschläge der Kommission zu INTERREG eingehend erörtert. Unsere Schlussfolgerungen gingen in dieselbe Richtung wie die Änderungsanträge zum Kommissionsvorschlag, die mein Fraktionskollege und INTERREG-Berichterstatter im Regionalausschuss Pascal Arimont (EVP/Belgien) gestellt hat.

Unsere wesentlichen Forderungen an das zukünftige INTERREG-Programm sind:

  1. Keine Zerschneidung oder Zerstückelung der bestehenden Gebietskulisse!
  2. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit muss über Seegrenzen hinweg weiter möglich sein! Europäische Zusammenarbeit und der Austausch zwischen den Menschen an der Ostsee darf nicht davon abhängen, ob sich eine Brücke oder ein Tunnel in der Nähe befindet!
  3. Die aktuelle Mittelausstattung bei INTERREG muss beibehalten werden! Wir akzeptieren die neue fünfte Komponente aus dem Kommissionsvorschlag für „Interregionale Innovationsinvestitionen“. Dies darf aber nicht zu Lasten der bestehenden Europäischen Territorialen Zusammenarbeit gehen! Es muss also ein entsprechender Mittelzuwachs stattfinden.“

Abschließend erklärte Böge: „Gerade in Zeiten, in denen Populisten mit gezielten Falschmeldungen Europa schlechtmachen, ist es umso bedeutender, Europa für seine Bürgerinnen und Bürger erfahrbar zu machen. Diese Arbeit leistet INTERREG sehr erfolgreich! Mit einem geringen Mittelaufwand, auf den Haushalt insgesamt betrachtet, lässt sich viel erreichen. Auch die Europawerkstatt in Sankelmark stützte die genannten Forderungen. Wir werden die Vorschläge unseres Berichterstatters Pascal Arimont bei der Abstimmung im Regionalausschuss am 03.12.2018 intensiv unterstützen.“