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Meldung 4 von 403

Di 13.06.2017

“30 Jahre Erasmus sind eine europäische Erfolgsgeschichte”

Im Plenum des Europäischen Parlaments in Straßburg wird heute das 30. Jahr des Bestehens des bekannten Europäischen Austauschprogramms Erasmus (heute Erasmus+) gefeiert. Zum 30. Geburtstag von Erasmus finden im gesamten Jahr 2017 zahlreiche Veranstaltungen auf europäischer, nationaler und lokaler Ebene statt. Der schleswig-holsteinische CDU-Europaabgeordnete Reimer Böge sagte hierzu: „Das Erasmus-Austauschprogramm ist eine einzigartige Erfolgsgeschichte und eine der besten Investitionen in junge Menschen und die europäische Zukunft. Erasmus ermöglicht den Teilnehmern die Vielfalt Europas hautnah zu erleben und kennenzulernen.“

Seit Beginn des Austauschprogramms im Jahr 1987 seien mit Erasmus+ und seinen Vorgängerprogrammen nicht nur 5 Millionen Studierende, Auszubildende und Freiwillige gefördert worden, sondern auch der Austausch der Mitarbeiter von Bildungseinrichtungen sowie Jugendaustauschprojekte, sodass das Programm insgesamt 9 Millionen Menschen zugutegekommen sei, so Böge weiter und verweist auf die Bedeutung von Erasmus für junge Menschen in Schleswig-Holstein. Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) verfüge im Rahmen der Mobilität mit Programmländern über 425 bilaterale Erasmus-Verträge mit 224 Partnerhochschulen in 26 europäischen Ländern. Im Rahmen dieser Verträge gingen jährlich ca. 320 CAU-Studierende zu ein- und zweisemestrigen Studienaufenthalten ins europäische Ausland sowie ca. 70 Studierende zu einem Praktikumsaufenthalt. Ca. 100 ausländische Studierende kämen zum Studium nach Kiel.

Teil des Erfolgsrezepts sei auch die Anpassungsfähigkeit von Erasmus. Mit dem Ausbau zu Erasmus+ seien zahlreiche Förderprojekte nun unter einem Dach vereint: bei der Bildung, Ausbildung, Jugend und Sport in Europa. „Auch die vielseitigen Hilfen für Flüchtlinge im Rahmen von Erasmus+ sind durchweg positiv zu sehen“, so Böge.

Verbesserungspotential sieht Haushaltsexperte Böge bei der Finanzausstattung des Programms: „Für Erasmus+ stellt das EP als Teil der Haushaltsbehörde bis 2020 ein Gesamtbudget von knapp 14,8 Mrd. Euro bereit. Das bedeutet 40 Prozent mehr Finanzierung im Vergleich zum Vorgänger-Programm. Wir haben einen Mittelabfluss von rund 100%, das heißt, das Programm läuft außerordentlich gut. Fast schon zu gut, da die Erfolgsquote aus Sicht der Bewerber nur zwischen 18 - 24% liegt. Eine bessere Ausstattung wird durch die Mitgliedstaaten derzeit blockiert. Wenn die Mitgliedstaaten im Rat es mit der Zukunft Europas und der Zukunft junger Europäer ernst meinen, sollten sie eine angemessenere Mittelausstattung bei Erasmus+ sicherstellen. Das muss uns unsere gemeinsame Zukunft wert sein”, so Böge abschließend.