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Meldung 4 von 398

Fr 31.03.2017

EU-Agrarkommissar Hogan will Vermarktungsnormen für Freilandeier überdenken

Die nach dem Ausbruch der Vogelgrippe in vielen Regionen verhängte Stallpflicht hat für die betroffenen Geflügelhalter mit Freilandhaltung zur Folge, dass sie ihre Erzeugnisse nach 12 Wochen nicht mehr als Freilandeier vermarkten dürfen. Wie der schleswig-holsteinische CDU-Europaabgeordnete Reimer Böge heute dazu mitteilt, wolle die EU-Kommission dies nun generell überdenken. Das gehe aus einer Antwort von Agrarkommissar Hogan auf seinen gemeinsamen Brief mit der holländischen Kollegin Annie Schreijer-Pierik (CDA) hervor. Kommissar Hogan sage in dem Brief zu, die aktuellen Vermarktungsnormen für Eier aus Freilandhaltung einer generellen Überprüfung zu unterziehen.

„Die aktuelle Situation während der Vogelgrippe ist für die Geflügelwirtschaft schlicht unhaltbar“, so Böge. „Mit der nun vorliegenden Antwort auf unseren Brief, zeigt sich die Kommission bereit, eine von uns geforderte langfristige Lösung für die betroffene Geflügelwirtschaft zu erarbeiten“, so Böge.

„Natürlich ist es nun noch ein weiter Weg bis zu einer tatsächlichen Änderung der 12-Wochen-Regel, aber in der Kommission hat jetzt offenbar ein Umdenkungsprozess eingesetzt. Bislang sind die Hersteller von Freilandeiern überproportional von den europäischen Regeln betroffen. Die heutigen Ausführungen des Kommissars machen unseren heimischen Eierproduzenten ganz klar Hoffnung auf mehr Flexibilität. Und dies ist besonders wichtig, mit Blick auf zukünftige und langandauernde Ausbrüche der Vogelgrippe“, so Reimer Böge abschließend.

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