Aktuelles

Beachten Sie auch die Terminliste sowie die Berichterstattung/Bilder von Terminen vor Ort.

Meldung 78 von 420

Do 18.09.2014

Reimer Böge zur EU-Jugendinitiative: Orientierung an Positivbeispielen bringt Jobs

Anlässlich der Debatte der EU-Abgeordneten in Straßburg mit Vertretern des Rats und der EU-Kommission zur Europäischen Jugendinitiative, fordert der schleswig-holsteinische Europaabgeordnete Reimer Böge (CDU), sich im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit stärker an positiven Beispielen zu orientieren. Insgesamt müsse der Kampf für mehr Jobs europaweit besser koordiniert werden. Allein EU-Mittel bereit zu stellen, reiche nicht, so Böge. Ziel der Jugendgarantie sei es, jedem Jugendlichen in der EU nach spätestens vier Monaten in der Arbeitslosigkeit einen Job zu vermitteln. Dafür würden bereits insgesamt sechs Milliarden Euro festgesetzt - bislang meist ungenutzt.

"Die mit Kommission und Rat diskutierte Jugendgarantie macht nur Sinn, wenn die Mitgliedstaaten gezielt Programme zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit erarbeiten", so Böge. "Wir brauchen erfolgreiche Programme auf allen nationalen Ebenen, um dauerhafte Jobaussichten in Europa zu schaffen. Hierfür sollten wir zuerst funktionierende Programme aufbauen und uns an erfolgreichen Maßnahmen in verschiedenen Mitgliedstaaten orientieren. Als Beispiel nenne ich hier das duale Ausbildungssystem in Deutschland."

Die größte Chance sieht der CDU-Europaabgeordnete allerdings in der Förderung von jungen Unternehmern: "Warum unterstützen wir nicht die unternehmerischen Ideen junger Menschen? Aus vielen Start-up-Firmen sind in den letzten Jahren erfolgreiche und große Konzerne erwachsen. Das bedarf jedoch einer Entlastung im nationalen und europäischen Bürokratie-Urwald."

Bislang hat die Kommission nur Konzepte aus Frankreich und Italien angenommen. Das Ergebnis ist nach einem Jahr für Böge zu gering: "Die Kommission muss die Umsetzung der Jugendgarantie und eine verstärkte Mobilität innerhalb der EU mehr verfolgen. Nur so können wir das Wirtschaftswachstum vorantreiben und vielleicht auch irgendwann von einer europaweiten Jobbörse sprechen. Wir brauchen endlich ein strategisches und besser abgestimmtes Vorgehen im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit", so Böge abschließend.