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Di 24.01.2012

Ausstellung zur Meeresforschung im Parlament: Reimer Böge fordert EU-Unterstützung

Anlässlich der auswärtigen Sitzung der norddeutschen Wissenschaftsminister in Brüssel fand am 24.01.2012 im Europäischen Parlament ein maritimer Abend statt. In diesem Rahmen eröffnete der schleswig-holsteinische Europaabgeordnete Reimer Böge (CDU) gemeinsam mit Prof. Dr. Peter Herzig, Direktor des Kieler GEOMAR-Instituts, die Ausstellung "Our Blue Future" vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM).

Die Ausstellung, welche noch bis zum Ende der Woche im Parlament zu sehen sein wird, stellt die Arbeit der Meeresforscher vor und zeigt unter anderem Gestein aus der Tiefsee, welches über 10 Millionen Jahre alt ist. Zahlreiche Besucher besuchten die Ausstellung und verfolgten neben den Reden von Reimer Böge und Peter Herzig auch einen Vortrag des deutschen Wissenschaftsbestsellerautors Frank Schätzing ("Der Schwarm").

In seiner Ansprache wies Reimer Böge auf den großen Einfluss des Meeres auf die Lebensqualität der Menschen hin: "Ob Klimawandel, zukünftige Energieversorgung, Naturkatastrophen, der Verlust der Biodiversität, Hunger oder Krankheiten - das Meer ist mit allem verbunden und könnte der Schlüssel zur Lösung einiger dieser Herausforderungen sein."

Böge lobte in diesem Zusammenhang die Arbeit der in Schleswig-Hostein ansässigen maritimen Forschungseinrichtungen, welche für ihre Arbeit weltweit geschätzt würden. Gleichzeitig verwies er darauf, dass noch immer nur sehr wenig über das Meer bekannt sei und forderte die "Förderung der Meeresforschung, damit wir die verschiedenen Ressourcen des Meeres in einer nachhaltigen Art und Weise nutzen können".

Auf EU-Ebene spiele dabei das Europäische Innovations- und Technologieinstitut (EIT) eine wichtige Rolle, da es im Rahmen von Wissens- und Informationsgemeinschaften (KICs) intersektorale Kooperationen unterstütze. "Die Bemühungen des KDM, ein KIC für den Bereich der Meeresforschung zu etablieren, unterstütze ich in vollem Maße. In diesem Zusammenhang begrüße ich ausdrücklich, dass die Kommission in ihrem Vorschlag zum neuen EU-Forschungsprogramm 'Horizon 2020' 150 Mio. EUR für Landwirtschaft und Meeresforschung im Rahmen des EIT vorsieht", sagte Böge.

Schließlich versprach Böge, das Thema im Rahmen der Verhandlungen zum Mehrjahresfinanzrahmen weiter zu verfolgen und sich für eine verstärkte Förderung der Meeresforschung durch EU-Gelder einzusetzen, da die Forschung allen Menschen weltweit zugute komme.