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Meldung 384 von 410

Do 06.05.1999

Einstimmiges Votum gegen Hormonfleisch

Das Europäische Parlament hat die EU-Kommission einstimmig bei 525 abgegebenen Stimmen in namentlicher Abstimmung aufgefordert, am Importverbot von Hormonfleisch festzuhalten. Wie der schleswig-holsteinische CDU-Europaabgeordnete Reimer Böge dazu in Straßburg mitteilte, gehe es ganz grundsätzlich um die Frage, ob der vorbeugende Verbraucherschutz auch im Rahmen der Welthandelsregeln abgesichert werden könne.

Die negativen Bewertungen des wissenschaftlichen Ausschusses der EU zum Hormoneinsatz müßten sehr ernst genommen werden.

Böge warnte die Kommission davor, dem offenkundigen Druck der USA nachzugeben. Die Überprüfungen von Importfleisch hätten außerdem belegt, daß das Inspektions- und Kontrollsystem z.B. bei der Rückstandskontrolle in den USA praktisch nicht funktioniert. Dies müsse Konsequenzen haben.

Böge wies außerdem darauf hin, daß sich die Hinweise verfestigen, wonach in der Vergangenheit internationalen Wissenschaftsgremien nicht alle vorliegenden vertraulichen Studien vorgelegt worden sind. Deshalb sei es erforderlich, daß z.B. die FDA (Food and Drug Administration) der Öffentlichkeit alle vorliegenden Erkenntnisse zugänglich mache.