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Meldung 157 von 406

Fr 01.10.2010

CDU-Politiker Reimer Böge, Ingbert Liebing und Timm Hollmann kämpfen auf allen Ebenen für eine Lösung des akuten Problems der Hobbyfischer

„Wir kämpfen gemeinsam auf allen Ebenen für eine praktikable Lösung des akuten Problems der Hobbyfischer“, das erklärten heute in Kiel der schleswig-holsteinischer Europaabgeordnete Reimer Böge, der Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Nordfriesland Ingbert Liebing sowie der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes Dithmarschen Timm Hollmann.

Hintergrund ist die EU-Fischereikontrollverordnung, die im Artikel 55. Abs. 2 ein Vermarktungsverbot von Fängen aus der Freizeitfischerei beinhaltet. Wie die drei Politiker weiter dazu mitteilten, werde derzeit an einer Durchführungsverordnung gearbeitet, die mit Beginn des neuen Jahres in Kraft treten solle. Der jetzt vorliegende Entwurf kläre nicht, ab wann der Verkauf oder gelegentliche Verkauf als Vermarktung im Sinne dieser Vorschrift zu definieren sei.

Ein generelles Vermarktungsverbot habe nicht nur für die Hobbyfischer negative Auswirkungen und stelle auch die Kontrollbehörden vor unlösbare Probleme. „Hier muss eine praktikable Lösung gefunden werden“, forderten die CDU-Politiker. Insofern hätten sie auch heute in einem Schreiben an die EU-Kommission nochmals eindringlich auf das Problem hingewiesen und um Unterstützung gebeten. „Unsere Häfen und ihre Kutter üben eine große Anziehungskraft auf den Tourismus aus, die sich besonders gut im Rahmen übergreifender Entwicklungskonzepte nutzbar machen lässt. Die Nutzung von Synergieeffekten zwischen Fischerei und Tourismus passen gut in die allgemeine Tendenz zum nachhaltigen Tourismus, der sich auf das regionale und ursprüngliche Angebot stützt. Hierzu leistet auch die Hobbyfischerei einen großen Beitrag, so dass auf sie auch unter diesem Gesichtspunkt nicht verzichtet werden kann“, stellten Böge, Liebing und Hollmann gemeinsam klar. Beispielsweise seien gerade die Krabbenkutter der Hobbyfischer, von denen der frische Fang direkt an Einheimische und Touristen verkauft werde, in vielen Häfen Schleswig-Holsteins eine große touristische Attraktion und Tradition. Auch hätten die Hobbyfischer gerade in den letzten Jahren ihre Kutter den strengen hygienischen Regeln angepasst und eine Anerkennung als Fabrikschiff erhalten, was mit einem erheblichen finanziellen Aufwand einhergegangen sei.

Ende nächster Woche wird im Bundeslandwirtschaftsministerium über Einwendungen und Anregungen der Länder zur Kontrollverordnung beraten. „Auch hier werden wir unsere Position noch einmal sehr deutlich machen“, erklärten die CDU-Politiker abschließend.