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Do 25.02.2010

Europäisches Parlament will kleine Küstenfischerei stärken

Mit breiter Mehrheit stimmte heute das Europäische Parlament (EP) auf seiner Plenartagung in Brüssel für den Entschließungsantrag des Fischereiausschusses zum Grünbuch der Kommission über die "Reform der gemeinsamen Fischereipolitik". Neben vielen Überlegungen zur internationalen und europäischen Fischereipolitik, die dringend einer Reform im Sinne von nachhaltiger Ressourcenbewirtschaftung und radikaler Vereinfachung bedarf, befasst sich die Entschließung des Parlaments auch sehr intensiv mit der Rolle der handwerklichen und kleinen Küstenfischerei.

"Mit der heutigen Entschließung macht sich das Parlament ausdrücklich für die kleine Küstenfischerei stark", so der schleswig-holsteinische Europaabgeordnete Reimer Böge (CDU). "Mit diesem Abstimmungsergebnis fordern wir die Kommission auf, Gemeinschaftsprogramme zur gezielten Unterstützung der kleinen Küstenfischerei aufzustellen. Dieser Wirtschaftszweig, zu dem auch die Krabbenfischerei in Schleswig-Holstein zählt, besteht gewöhnlich aus kleinen und mittleren Betriebseinheiten. Ihnen muss unbedingt stärker geholfen werden die strukturellen Schwierigkeiten zu überwinden."

Der Europäische Fischereifonds (EFF) für den Zeitraum 2007-2013 biete hier viele Möglichkeiten für kleinere und mittlere Betriebe, so Böge. Er rechne damit, dass mit den 16 Millionen Euro an EU-Mitteln in Schleswig-Holstein Investitionen von bis zu 60 Millionen Euro ausgelöst werden könnten. "Da wird es Multiplikator-Effekte geben", so Böge.

"Gerade bei der kleinen Küstenfischerei hat sich das EP heute für die Erneuerung und die Modernisierung der Flotten ausgesprochen", lobt der schleswig-holsteinische Abgeordnete. "Das heutige Abstimmungsergebnis zeigt, dass das EP auf die Herausforderungen für die kleine Küstenfischerei reagiert", so Böge abschließend. "Der Erhalt und der Schutz der küstennahen Fischerei muss im Sinne von Subsidiarität, der Stärkung der regionalen Wirtschaftskraft, einschließlich des Tourismus, ganz oben auf der Tagesordnung bleiben. Dies gilt es nun im Gesetzgebungsverfahren praxisnah umzusetzen."