Aktuelles

Beachten Sie auch die Terminliste sowie die Berichterstattung/Bilder von Terminen vor Ort.

Meldung 235 von 415

Do 24.04.2008

Neue EU-Strategien zur Ernährungssicherung zwingend erforderlich

Zu einem ausführlichen Meinungsaustausch über die in der französischen Präsidentschaft anstehenden Fragen der Agrar- und Haushaltspolitik sind in Straßburg der Vorsitzende des Haushaltsausschusses des Europäischen Parlaments Reimer Böge (CDU) und der französische Landwirtschaftminister Michel Barnier zusammengetroffen.

Wie Böge dazu sagte, habe man eingehend über den "Health Check" in der Agrarpolitik und die Umsetzung des Lissabon Vertrages gesprochen. Es seien auch die kurzfristigen und langfristigen Strategien zur europäischen und globalen Ernährungssicherung, der Stabilisierung der internationalen Agrarmärkte und eines künftigen Risikomanagements erörtert worden.

Böge teilte weiter mit, dass er den Minister auch gebeten habe, im Rat über die volkswirtschaftlichen- und Verbraucherkosten einer Verweigerung von wirtschaftlichem und technologischem Fortschritt zu diskutieren.

Eine generelle Ablehnung von gentechnisch veränderten Organismen, eine über echten Verbraucher- und Nachhaltigkeitsschutz hinausgehende Diskriminierung des Einsatzes einzelner Produktionsmittel (Dünger und Pflanzenschutz) gefährde die Chancen künftiger "Grüner Revolutionen". Diese seien angesichts der offenkundigen Probleme in vielen Entwicklungsländern dringend erforderlich, um die Versorgung der Bevölkerung, ihre innerstaatliche Stabilität und die Zukunftsfähigkeit der nationalen Landwirtschaften sicherzustellen.

Angesichts der wachsenden Nachfrage, der Verknappung von Land und Wasser benötige man züchterischen und technischen Fortschritt, um auf Dauer die Welt zu ernähren. "Am Ende würde der Verbraucher die Kosten einer Verweigerungsstrategie in Form von Verknappung und Verteuerung von Lebensmitteln bezahlen müssen. Aber noch haben wir die Möglichkeit gegen zu steuern", teilte Böge abschließend mit.