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Do 10.04.2008

Abschaffung der Synchronisierung von Spielfilmen hat keine Mehrheit im Europäischen Parlament!

Der schleswig-holsteinische CDU-Europaabgeordnete Reimer Böge hat die jüngsten Forderungen einzelner Abgeordneter des Europäischen Parlaments nach Abschaffung der Synchronisierung ausländischer Spielfilme scharf kritisiert. „Das entbehrt auch jeder Grundlage“, so der Abgeordnete, „denn die in den meisten europäischen Ländern übliche Synchronisierung von Spielfilmen ist keine Frage europäischer Kompetenz, sondern Sache der Mitgliedstaaten. Wenn kleinere Mitgliedstaaten ausländische Filme lieber untertiteln, ist dies sicher ihr gutes Recht. Es gibt aber keinen plausiblen Grund, diese Praxis zum Maßstab für alle anderen zu machen", erklärte Reimer Böge weiter dazu.

Die CDU/CSU-Gruppe habe und werde auch weiterhin entsprechende Forderungen nicht unterstützen. So sei ein entsprechender Änderungsantrag des niederländischen Abgeordneten Lambert van Nistelrooy bereits im zuständigen Ausschuss abgelehnt und nicht mehr im Bericht „Kultur in einer globalisierten Welt“ des Europäischen Parlaments aufgenommen worden. Van Nistelrooy hatte verlangt, dass die Förderung von Synchronisierungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen eingestellt werden soll und stattdessen nur noch die Originalsprache im Untertitel erlaubt sein darf.

Böge wies zudem Forderungen zurück, dass die Europäische Kommission in dieser Angelegenheit initiativ werden solle, um dadurch die Sprachkompetenz der europäischen Bürgerinnen und Bürgern zu erhöhen. "Es kann nicht die Aufgabe der Kommission sein, als europäischer Oberlehrer aufzutreten. Natürlich ist der Erwerb von Fremdsprachenkenntnissen wichtig und muss gefördert werden. Dies kann aber auf freiwilliger Basis geschehen und nicht über das Fernsehen“, so Böge abschließend.