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Meldung 262 von 419

Mi 23.05.2007

Europaparlament setzt verbraucherfreundliche Mobilfunkgebühren durch

Mobilfunkgespräche im Ausland (Roaming) werden bald günstiger. Wie der schleswig-holsteinische CDU-Europaabgeordnete Reimer Böge dazu in Straßburg mitteilte, habe das Europäische Parlament auf seiner heutigen Plenarsitzung mit breiter Mehrheit für einen entsprechenden Bericht gestimmt. Mobilfunkbetreiber würden erstmals gesetzlich zu niedrigeren Gesprächspreisen verpflichtet. "Der Markt hatte sich in den letzten Jahren beim Roaming kaum entwickelt", fasst der Europaabgeordnete Reimer Böge (CDU) die bisherige Situation zusammen. "Nun sorgt die Politik bzw. das Europäische Parlament für günstigere Preise, die allen europäischen Bürgern zu gute kommen."

Wie Böge weiter dazu mitteilte, habe das Europäische Parlament die Einführung eines verpflichtenden Euro-Tarifes beschlossen. Dieser solle für alle Kunden in allen 27 EU-Mitgliedstaaten gelten und eine Obergrenze für die Minutenpreise festlegen. Diese Obergrenze sei über drei Jahre gestaffelt und solle bei selbst getätigten Anrufen im ersten Jahr 49, im zweiten Jahr 46 und im dritten Jahr 43 Cent betragen. Für im Ausland angenommene Anrufe sollten diese Obergrenzen analog bei 24, 22 und 19 Cent liegen. Die nationale Mehrwertsteuer würde hinzugerechnet werden.

Der neue Euro-Tarif solle spätestens drei Monate nach Inkrafttreten der heute beschlossenen Verordnung allen Mobilfunkkunden angeboten werden, so sie nicht schon günstigere Tarife hätten. Die Laufzeit der EU-Regelung sei zunächst auf drei Jahre begrenzt. "Die restriktive Regulierung soll nur ein Anschubinstrument sein", so Böge, "einen dauerhaften Wettbewerb mit attraktiven Angeboten für die Nutzer muss der Markt erbringen. Ab Herbst sind die neuen Tarife in der Praxis dann auch für alle deutschen Grenzgänger in ganz Europa verfügbar", so Böge, der Vorsitzende des Haushaltsauschusses des Europäischen Parlaments ist. "Egal, ob sich der schleswig-holsteinische Bürger als Urlauber in Spanien befindet oder als Arbeitnehmer in Dänemark, er wird von der neuen Regelung profitieren", betont Reimer Böge abschließend.