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Di 24.10.2006

Unterstützung für Schleswig-Holstein durch EU-Bildungsprogramme

Der schleswig-holsteinische Europaabgeordnete Reimer Böge (CDU) hat den heute vom Europäischen Parlament verabschiedeten Aktionsplan für "Lebenslanges Lernen" begrüßt. "Die nun beschlossene Struktur und Finanzierung der Bildungsprogramme bieten auch den Menschen in Schleswig-Holstein eine wichtige zusätzliche Unterstützung bei der Aus- und Weiterbildung. Auch bislang nicht erreichte Personen- und Berufsgruppen dürfen sich jetzt durch unsere Programme angesprochen fühlen ", so Reimer Böge.

Anders als bisher soll sich das von 2007-2013 geltende Aktionsprogramm in sechs Einzelprogramme gliedern. Zu den bekannteren gehören wie bisher die Programme COMENIUS, ERASMUS und LEONARDO DA VINCI, die sich mit Bildungsaktivitäten in Schule, Ausbildung und Beruf beschäftigen. Weniger bekannt ist GRUNDVIG, das die Mobilität von Lehrkräften in der Erwachsenenbildung erhöhen soll. Neu ist das QUERSCHNITTSPROGRAMM, dessen Ziel eine effektive Koordination der unterschiedlichen Programme ist, z..B. hinsichtlich der Entwicklung von Sprachlernmaterial und e-Learning. Das sechste Programm ist das JEAN MONET Programm. Es umfasst Studien, Forschung und Lehre über die europäische Integration und unterstützt Einrichtungen zur europäischen Bildung. Im Rahmen der Verhandlungen mit Rat und Kommission zur Finanziellen Vorausschau 2007-2013, für die Reimer Böge der zuständige Berichterstatter des Europäischen Parlaments war, konnte er für die kommenden Jahre 800 Millionen Euro zusätzlich für die europäischen Bildungsprogramme durchsetzen. Damit seien jetzt für den Gesamtzeitraum 6,9 Milliarden geplant.

"Mit diesen Mitteln können wir unsere erfolgreichen Bildungsprogramme weiter ausbauen", so Böge. Das Europäische Parlament habe eigene Bildungsschwerpunkte durchsetzen können. "Nun liegt es an der Bevölkerung der Mitgliedstaaten und den Bildungseinrichtungen, die Programme effektiv zu nutzen", unterstrich Böge. Deutschlands Studenten beispielsweise, die im Rahmen des ERASMUS-Programms Auslandsaufenthalte durchführten, seien zwar zahlenmäßig die größte Gruppe, lägen jedoch gemessen an der Bevölkerungszahl nur im Mittelfeld. "Hier muss ein Wandel stattfinden", so der CDU-Europaabgeordnete. "Flexibilität, Fremdsprachenkenntnisse und Auslandserfahrung werden heute bei Unternehmen und in der Wirtschaft als Wettbewerbsvorteil gesehen. Die Chancen, die europäische Programme bieten, sollten genutzt werden."