Aktuelles

Beachten Sie auch die Terminliste sowie die Berichterstattung/Bilder von Terminen vor Ort.

Meldung 280 von 420

Mi 04.10.2006

EU will Meeres- und Küstenschutz verbessern

Das Europäische Parlament will den Schutz der Meere vor Verschmutzung verbessern. Nach Angaben des schleswig-holsteinischen Europaabgeordneten Reimer Böge (CDU) genehmigte das Europäische Parlament dazu ein Maßnahmenpaket für eine schnellere Bekämpfung einer möglichen Ölpest. Gleichzeitig soll die Überwachung der europäischen Küstengewässer per Satellit ausgeweitet werden. Die Maßnahmen zielen neben einem verbesserten Schutz der Atlantikküste und des Mittelmeers auch auf Nord- und Ostsee ab.

Wie Böge weiter dazu mitteilte, solle die Europäische Agentur für die Sicherheit des Seeverkehrs (EMSA) mehr Mittel für die Bekämpfung von Umweltverschmutzung bekommen. Insgesamt werde die Europäische Union die EMSA bis zum Jahr 2013 mit insgesamt 154 Millionen Euro ausstatten. Mit diesem Geld sollten u.a. im Falle einer Ölpest vor den europäischen Küsten Spezialschiffe angemietet werden.

Zudem solle die Fahndung nach Umweltsündern in europäischen Gewässern ausgeweitet werden. Dazu werde die EMSA ein Zentrum zur Auswertung von Satellitenbildern einrichten, um illegale oder unfallbedingte Einleitungen von Öl oder anderen schädlichen Substanzen schneller erkennen zu können.

Böge begrüßte diesen Ansatz und unterstrich dabei, dass diese Maßnahmen den Umweltschutz auch in den deutschen Gewässern der Nord- und Ostsee stärken würden. Die Initiative der Europäischen Union gehe zurück auf die Umweltkatastrophen, die durch den Untergang der Tankerschiffe Erika und Prestige ausgelöst wurden. „Das Risiko einer vergleichbaren Katastrophe wie in Spanien oder Malta wird für uns in Schleswig-Holstein durch EMSA deutlich verringert", erklärte Reimer Böge abschließend.