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Meldung 313 von 424

Mi 31.08.2005

Deutsch bleibt EU-Amtssprache und EU-Verfahrenssprache

In den zurückliegenden Tagen wurde in der Presse darüber berichtet, dass die EU-Kommission die Übersetzung von Dokumenten ins Deutsche wegen Überlastung der Dolmetscher durch die EU-Erweiterung gestoppt habe.

Der schleswig-holsteinische CDU-Europaabgeordnete Reimer Böge stellte heute dazu klar, dass derartige Meldungen unzutreffend seien. In der Antwort der EU-Kommission auf eine offizielle Anfrage von CDU/CSU-Abgeordneten im Europäischen Parlament hieße es hierzu wörtlich:

„Richtig ist im Gegenteil, dass alle für die Gesetzgebung und für politische Entscheidungen maßgeblichen EU-Dokumente nach wie vor ins Deutsche übersetzt werden. Hieran hat das Anwachsen der EU-Amtssprachen von 11 auf 20 im Zuge der Erweiterung zum 1. Mai 2004 nichts geändert. Außerdem können sich deutsche Bürger jederzeit auf Deutsch an die EU-Institutionen wenden und haben ein Anrecht darauf, dass ihnen in Deutsch geantwortet wird.“

Wie der Europaparlamentarier weiter dazu mitteilte, habe die deutsche Sprache zusammen mit Englisch und Französisch im Rahmen der internen Arbeitsabläufe der EU-Kommission auch den Status der so genannten Verfahrenssprache. Dies bedeute, dass alle Entscheidungsvorlagen an die EU-Kommissare auf Deutsch, Englisch und Französisch erfolgen müssten. Dies sei und bleibe nach wie vor gängige Praxis. Auch alle Ausschreibungen im Amtsblatt der Europäischen Union würden auf Deutsch veröffentlicht werden.

„Mit etwa 100 Millionen deutschsprachiger Bürgerinnen und Bürger ist deutsch die größte Muttersprache in Europa. Dieser Tatsache muss auch in Zukunft Rechnung getragen werden“, erklärte Reimer Böge abschließend.